Sarah erzählte mir das mit Tränen in den Augen bei unserem ersten Termin.
Sie war nicht distanziert, weil sie ihren Mann nicht mehr liebte.
Sie war distanziert, weil sie sich kaputt fühlte.
„Ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl da unten egal, wie oft ich duschte. Irgendetwas stimmte nicht mit mir.“
Trotz aller Pflegeprodukte, Duschrituale und Cremes blieb dieses unangenehme Gefühl dieses ständige Misstrauen gegenüber dem eigenen Körper.
Und wie so viele Frauen in ihren 30ern und 40ern litt sie still.
Ihre Ärztin sagte: „Das ist normal in Ihrem Alter.“
Antibiotika halfen kurz und dann kam alles zurück.
Jeder Rückschlag machte sie unsicherer.
Sie begann, Nähe zu vermeiden. Intimität zu vermeiden.
„Es ging irgendwann gar nicht mehr um den Geruch oder das Brennen sondern darum, dass ich mich nicht mehr wie ich selbst fühlte.“